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Ausstellungen Amalia Pica, Léon Wuidar, Museum Haus Konstrutkiv, Zürich

29.10.2020 00:00 – 17.01.2021 00:00

Amalia Pica

Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Group Ltd vergebene  Zurich Art Prize  geht 2020 an Amalia Pica (*1978). Die argentinische Künstlerin ist die dreizehnte Gewinnerin der renommierten Auszeichnung. Der mit CHF  100’000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 80’000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20’000 zusammen.
Die Zurich Art Prize-Jury begeisterte Amalia Pica durch ihre präzise Auseinandersetzung mit politischen und soziologischen Themen, die sich auf wissenschaftliche Recherchen und Forschungsergebnisse stützen. Dass Pica mit ihrer minimalistischen Formensprache den inhaltlichen Fokus des Museum Haus Konstruktiv teilt, bewies sie bereits während der Gruppenausstellung Konkrete Gegenwart (2019).

Die Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Filme, Fotografien und Performances von Amalia Pica zeichnen sich durch eine minimalistische Formensprache aus. Der Austausch und die Übertragung von Information in Form von Sprache, Symbolen oder Gesten, ist ein Thema, das Pica in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder aufgreift. Wie wird Kommunikation vermittelt und welche Rolle spielen dabei politische und soziokulturelle Hintergründe?Die ausgestellten Werke im Museum Haus Konstruktiv zeugen von diesem Interesse. Neben einer neuen Rauminstallation ist die installative Arbeit Joy in Paperwork zu sehen. Es handelt sich dabei um eine Serie von A4-Blättern, die mit Stempelabdrücken versehen sind – Stempeln, wie sie normalerweise von Behörden für bürokratische Prozesse verwendet werden. Pica begann mit solchen Stempeln zu «zeichnen», um dem mühsamen Papierkrieg während ihres Einbürgerungsverfahrens in Grossbritannien etwas Spielerisch-Lustvolles entgegenzusetzen. Worte wie PAID, RECEIVED, CANCELED oder PRIVATE & CONFIDENTIAL werden in hunderten von Zeichnungen neben-, über- und aneinandergereiht und formieren sich so zu teils figurativen und teils ornamentalen Motiven.

Léon Wuidar

Quadrate und Rechtecke, Polygone mit gebogenen Kanten, Kreise und Kreissegmente, gespiegelt, vervielfacht und in verschiedenen Farbkontrasten einander gegenübergestellt, das sind die zentralen Elemente in Léon Wuidars Kompositionen. Das Museum Haus Konstruktiv widmet dem belgischen Künstler (*1938) die erste Ausstellung in der Schweiz. Zu sehen sind wichtige Werke seit den 1960er-Jahren bis heute.

Léon Wuidar beginnt seine Karriere 1955 als Autodidakt. Nach der Erprobung verschiedener figurativer Stilrichtungen nähert er sich um 1964 zusehends der geometrischen Abstraktion. Dahinter steckt sein Interesse an der konstruktiv-konkreten Kunst sowie an Architektur, Raum, Volumen, Perspektive und Licht. Es ist insbesondere die brutalistische Architektur, die ihn fasziniert. 

In Léon Wuidars frühen Gemälden aus den 1960er und 1970er-Jahren dominieren stilisierte architektonische Elemente wie Säulen, Dächer oder Fenster. Ab den 80er-Jahren wird sein Formenvokabular minimalistischer, wohingegen sich seine Farbpalette von natürlichen zu leuchtend bunten Farbtönen verschiebt. In neueren, gelegentlich auch in Pastellfarben gemalten Arbeiten lassen sich ferner Wortspiele finden, die Wuidars Affinität zur Sprache und Typografie zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv zeichnet diese künstlerische Entwicklung nach und stellt das bis anhin noch wenig bekannte Œuvre in seiner vollen Komplexität und Vielschichtigkeit erstmals dem Schweizer Publikum vor.

SWB-Mitglieder können das Museum Haus Konstruktiv nach Vorzeigen ihres Mitgliederausweises zum ermässigten Eintrittspreis besuchen. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über besondere Vorkehrungen.

Ort: 8001 Zürich

Adresse: Selnaustrasse 25

Veranstalter: Museum Haus Konstruktiv

https://www.hauskonstruktiv.ch

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